Bob- und Skeleton Weltmeisterschaft in Lake Placid
24.02.2012 - Versöhnlicher WM Abschluss für das Team Gregor Baumann: mit zwei guten Startzeiten (trotz etwas Verletzungspech bei Blöchliger und A.Baumann) und zwei soliden Läufen erreichte der einzige Schweizer Vierer-Schlitten mit dem achten Schlussrang das beste Saisonresultat. Sieg geht an den 2-er Weltmeister Holcomb vor den beiden deutschen Teams Arndt und Machata.
Zweites Wochenende
Skeleton Herren: überragender Sieg des Favoriten Martins Dukurs (LAT) vor Frank Rommel (GER) und Ben Sandford (NZL). Die beiden Schweizer Lukas Kummer und Michael Höfer zeitgleich auf Rang 23.
Skeleton Damen: Sieg für die Lokalmatadorin und Favoritin Uhlaender. Gilardoni 20., Hosch 23.
Den Anfang machen die Damen am Donnerstag (23. Februar) mit ihren ersten beiden Skeleton-Rennläufen um 09.40 und 11.40 Uhr (MEZ: 15.40 und 17.40 Uhr). Lauf Nummer drei und den Final-Lauf tragen die Athletinnen am Freitag (24. Februar) um 09.45 und 11.45 Uhr (MEZ: 15.45 und 17.45 Uhr) aus.
Die Herren auf dem Skeleton beginnen den Wettkampf um Gold, Silber und Bronze am Freitag (24. Februar) um 17.00 und 19.00 Uhr (MEZ: 23.00 Uhr und Samstag, 25. Februar, 01.00 Uhr), das WM-Finale steigt mit den Rennläufen Nummer drei und vier am Samstag (25. Februar) wieder um 17.00 und 19.00 Uhr (MEZ: 23.00 Uhr und Sonntag, 26. Februar, 01.00 Uhr).
Die Viererbob-WM startet am Samstag (25. Februar) um 09.00 und 11.00 Uhr (MEZ: 15.00 und 17.00 Uhr) mit den ersten beiden Rennläufen, Weltmeister und Medaillengewinner stehen am Sonntag (26. Februar) nach Lauf drei und dem entscheidenden vierten Durchgang (09.20 und 11.20 Uhr, MEZ: 15.20 und 17.20 Uhr) fest.
Erstes Wochenende
Das erste Wochenende an den Bob- und Skeleton Weltmeisterschaften sind bereits Geschichte. Äusserst spannende Rennen und packende Live TV-Bilder vermochten die leisen Enttäuschungen über das Abschneiden der Schweizer Athleten bei weitem wett zu machen.
Nachdem die Gesamtweltcupsieger Beat Hefti/Thomas Lamparter bei allen bisherigen Weltcuprennen auf dem Podest standen, war das Ziel natürlich eine WM-Medaille. Doch der Amerikaner Holcomb und der Kanadier Rush konnten den "Heimvorteil" voll ausnützen und belegten die Plätze eins und zwei. Da das ausgeglichen starke deutsche Team die beiden jungen Piloten Arndt und Friedrich die Plätze drei und vier belegten, mussten sich die beiden Top-Athleten von Swiss Sliding mit dem immer noch erferulichen fünften Platz begnügen.
Ähnlich ging es dem Team Fabienne Meyer/Hanne Schenk, welche den guten sechsten Platz erreichten.
Das Team Baumann/Baumann platzierte sich knapp in den Top Ten, was mehr oder weniger dem im Weltcup gezeigten entspricht.
Lake Placid
Was die wörtliche Übersetzung des Wortes „placid“ aus dem Englischen angeht, ist Lake Placid ein ruhiges Fleckchen Erde. Wenn aber sportliche Großereignisse anstehen, ist es mit der Ruhe schnell vorbei, so auch an den kommenden zwei Wochenenden, wenn mit den Bauhaus-FIBT-Weltmeisterschaften der Saisonhöhepunkt für die Bob- und Skeleton-Athleten ansteht. Am ersten Wochenende (17. bis 19. Februar) werden am Mount Van Hoevenberg die WM-Medaillen im Zweierbob der Damen und der Herren sowie im Team-Wettbewerb vergeben.
Die traditionsreiche Bahn im US-Bundesstaat New York ist bereits zum zehnten Mal WM-Gastgeber. Erbaut anlässlich der Olympischen Winterspiele von 1932, gab es in Lake Placid in den Jahren 1949, 1961, 1969, 1973, 1978 und 1983 Gold, Silber und Bronze für die besten Zweier- und Viererbob-Teams der Welt. 1997 fand dort außerdem die Skeleton-Weltmeisterschaft statt, zu dem Zeitpunkt noch eine reine Männersache. Nach umfangreichen Baumaßnahmen an der Bahn 1999 anlässlich der Goodwill Games war Lake Placid im Jahr 2003 erneut Austragungsort der Weltmeisterschaften im Zweier- und Viererbob, bevor dann 2009 Athleten aller FIBT-Disziplinen (Skeleton Damen, Skeleton Herren, Zweierbob Damen, Zweierbob Herren, Viererbob) am Mount Van Hoevenberg um WM-Medaillen kämpften.